Aufmaß im Handwerk – digitale Tools unterstützen

Ein Aufmaß dient zur Erfassung und Ermittlung der erbrachten Leistungen auf einer Baustelle. Das Aufmaß unterliegt den gesetzlichen und technischen Regelungen des BGB sowie VOB (Teil B und C). Im Vertrag zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer wird schriftlich niedergelegt, welches Regelwerk für die Ausführung verbindlich ist.

Für die Berechnung eines Aufmaßes gibt es verschiedene Herangehensweisen. Zum einen ist eine Erfassung mit Zollstock und einem Notizzettel möglich. Zum anderen kann man sich auf Bauplänen oder Zeichnungen stützen oder ermittelt das Aufmaß mit modernen digitalen Tools (mobiles Aufmaß – Aufmaß App).

Möglichkeiten zur Erfassung Aufmaß

  • Mit Zollstock und Blatt
  • Auf Basis von Bauzeichnungen oder Planzeichnungen
  • Digital mit App und Lasermesser

Für eine mobile Erfassung kann man auf smarte Werkzeuge zugreifen, um einfach und komfortabel an das Aufmaß zu gelangen. Zudem ermöglichen diese auch eine Erfassung in schwer zugänglichen Bereichen. Mögliche Laserdistanzmesser für die Nutzung unserer Aufmaß App und einem Lasermesser sind die Geräte von Leica. Wie beispielsweise der Leica Disto D 110, D510, D810 touch. Oder aus dem Hause Bosch der GLM 100c.

Varianten der Aufmaß-Erfassung

Im Handwerk ist ein Aufmaß die Basis für die Angebotskalkulation und für die später folgende Abrechnung. Sie dokumentiert die erbrachte Leistung. Daraus folgt dann die Endabrechnung. Zur Rechnung sollte stets das Aufmaß beigelegt werden, um die Leistungsausführung zu belegen.

Ein Aufmaß kann zur Erstellung eines Leistungsverzeichnisses oder zur Überprüfung einer Abrechnung herangezogen werden. Je nach der Situation liegen Bauzeichnungen und Leistungsverzeichnisse vor. Dann kann auf Grundlage dieser der Umfang der erbrachten Leistung nachvollzogen und abgerechnet  werden.

Liegen keine detaillierten Zeichnungen und kein Leistungsverzeichnis vor, beispielsweise bei Wohnungssanierungen, sollte ein Aufmaß vor Ort aufgenommen werden. Der Aufbau sollte strukturiert, richtig und jederzeit für einen fremden Dritten nachvollziehbar sein. Gibt es Änderungen in der Bauausführung, sollte diese dokumentiert werden, um sie später bei der Rechnungsstellung berücksichtigen zu können.

 

 

 

 

 

 

Arbeitsablauf mit MOS’aik Aufmaß und mobiler Aufmaß App

  1. Sie erstellen mit MOS’aik ein Angebots-Leistungsverzeichnis
  2. Übermittlung Leistungsverzeichnis an Aufmaß-App
  3. Erfassung Aufmaß nach Leistungsverzeichnis / Positionen
    1. Unterstützt werden Rechenzeilen, Bilder, Hinweistexte
  4. Nach Abschluss der Erfassung übergeben Sie das Aufmaß zurück ins Büro
  5. In MOS’aik können Sie nun das Aufmaß weiterbearbeiten
  6. Die Aufmaßzeilen, Hinweistexte und Bilder werden einem Positionsaufmaß mit Positionen hinzugefügt.

Sie sind unterwegs, spontan kommt ein Ersttermin zur Besprechung eines Angebots bei einem Interessenten rein. Ein beispielhafter Workflow könnten wie folgt aussehen:

  1. Unterwegs ein leeres Aufmaß erstellen
  2. Freie Aufmaßerfassung nach Räumen / Bauteilen (Räume, Bauteile können frei auf dem Gerät angelegt und verwaltet werden.
    1. Auswahl Raum / Bauteil
    2. Unterstützt werden Rechenzeilen, Bilder, Hinweistexte
  3. Alle Aufmaßwerte sind erfasst, die Daten können nun ins Büro zurückübermittelt werden.
  4. Import des Aufmass in ein neues leeres Aufmaß
  5. Zuweisung der Aufmaßzeilen zu den Positionen

Sorgfalt ist Pflicht

Ein Aufmaß sollte genau und in Ruhe aufgenommen werden. Denn es dient zum Nachweis der ausgeführten Leistungen sowie zur Abrechnung. Zudem nimmt man das Aufmaß bei einer Abrechnung nach dem Baufortschrift hinzu, wie bei einer Teilrechnung, einer  Abschlagsrechnung und am Ende bei einer Schlussrechnung.