Die Digitalisierung ist ein Marathon, kein Sprint

Im ganzen Land wird derzeit von der Digitalisierung gesprochen. Beim Haustechnikunternehmen Thürlings ist sie bereits seit über 20 Jahren Realität.

Aber der Reihe nach: Die Geschichte beginnt im Jahr 1927. Damals gründete der Großvater des heutigen Geschäftsführers Peter Thürlings im niederrheinischen Tönisvorst einen reinen Elektrobetrieb. Über 90 Jahre später hat sich das Unternehmen grundlegend gewandelt. Regenerative Energiequellen, Holzpelletheizungen, BHKW, Kraft-Wärme-Kopplung und Brennstoffzellen sind heute das Kerngeschäft.

Der Wandel bezog sich aber nicht nur auf die Ausrichtung des Unternehmens. Die Verantwortlichen haben die innerbetrieblichen Prozesse immer wieder an die aktuellen Erfordernisse und technischen Möglichkeiten angepasst. So setzt Thürlings bereits seit 1993 auf die Handwerkersoftware MOS’aik aus dem Softwarehaus Moser.

Alle Daten vor Ort verfügbar

Heute erstreckt sich der Einsatz von MOS’aik über den gesamten Ablauf eines Projekts. Das fängt bereits bei der Angebotsgestaltung an: Hier kalkuliert der Geschäftsführer Zeiten und den Materialeinsatz. Nimmt der Empfänger das Angebot an, wird hieraus im System ein Auftrag generiert. „Damit können wir dann später sehen, in welchen Bereichen wir wieviel Zeit haben und das bei der Baustellenkontrolle nutzen“, betont Peter Thürlings. Aus dem Angebot heraus erstellt er auf Knopfdruck eine Materialliste, die als Grundlage für die Bestellungen beim Großhandel dient.

Der Clou: Das System verfügt über eine IDS-Schnittstelle, die eine direkte Verbindung zu den Shop-Systemen herstellt. Am Ende reicht ein Mausklick und die Bestellungen werden ausgeführt: „Das ermöglicht einfachere und schnellere Prozesse.“

MOS’aik kommt darüber hinaus auch bei Wartungsaufträgen zum Einsatz. Jede Anlage ist in der Software erfasst. Die Mitarbeiter im Außendienst haben sämtliche Daten zu den einzelnen Geräten schnell und unkompliziert vorliegen – das entsprechende Wartungsmodul der Software macht es möglich.

Arbeitszeiterfassung über App

Thürlings wünscht sich zudem die Vergleichbarkeit und eine möglichst zeitnahe Übersicht über den jeweiligen Stand eines Projektes. Dafür sollen die Daten vor Ort im Außendienst erfasst werden, wo im Handwerk klassischerweise ein Großteil der Wertschöpfung generiert wird. Hierfür bieten sich Smartphone-Apps geradezu an: Mit der Zeiterfassungs-App von Moser soll die gesamte Stundenverwaltung digitalisiert werden, wo heute noch Stift und Stundenzettel zum Einsatz kommen.

Damit sieht Thürlings die Digitalisierung im Unternehmen aber noch lange nicht am Ende. Seine Idee: Nahezu alle Vorgänge sollen künftig über die Lösungen von Moser abgedeckt werden. Davon erhofft er sich einfachere Workflows, eine bessere Übersicht und Effizienzgewinne.