Poststreik: Das müssen Chefs jetzt wissen

Der Poststreik nimmt immer weitere Züge an. Das Problem: Nicht nur „Allerweltspost“ ist davon betroffen, sondern auch für Unternehmen und Betriebe kann dieser Streik ernsthafte Auswirkungen haben. Auf was es deshalb jetzt ankommt, haben wir für Sie zusammengestellt:

  • Sie sind als Absender verantwortlich! Briefe an die Gerichte oder an das Finanzamt müssen meist zu einem bestimmten Termin eingegangen sein. Verhindert der Poststreik, dass der Brief fristgemäß zustellt wird, muss der Absender sich selbst um eine Zustellung bemühen. „Also entweder den Brief selbst einwerfen oder einen Boten beauftragen.“ Darauf weist die ARAG-Versicherung hin.
  • Textform oder Schriftform? Ist rechtlich nur die Textform vorgeschrieben, „reicht unter Umständen auch ein Fax oder eine E-Mail aus. Ist dagegen Schriftform nötig, muss das verschickte Dokument die eigenhändige Unterschrift des Absenders tragen. Dann geht nichts an einer Briefsendung vorbei“, so die Versicherung weiter .
  • Grenzfälle beachten! Für Kündigungen eines Vertrags etwa rät die Verbraucherzentrale Brandenburg: „Wer eine wichtige Frist einhalten muss, sollte während des Poststreiks auf andere Anbieter zurückgreifen. Wenn die Kündigung auch ohne Originalunterschrift möglich ist, kann man sie auch per Fax mit Übermittlungsprotokoll versenden. Per E-Mail zu kündigen, ist nicht empfehlenswert. Nicht jedes Gericht erkennt E-Mails als Beweis an, selbst, wenn man eine Lese- und Zugangsbestätigung nachweisen kann.“
  • Agieren statt reagieren: Ist das Kind in den Brunnen gefallen und eine Sendung bereits unterwegs, kann es sinnvoll sein, den Kontakt mit der Deutschen Post zu suchen. Auf seiner Internetseite informiert das Unternehmen fortlaufend über die Auswirkungen des Streiks, über Notfallpläne und die konkreten Auswirkungen im jeweiligen Postleitzahlengebiet.