Vernetzt statt abgehängt: Das Handwerk erkennt die Chancen der Digitalisierung

Handwerker verlassen sich gern auf Altbewährtes und scheuen Schritte zur Modernisierung des eigenen Arbeitsalltages? So lautet in gängiges Vorurteil, das sich noch immer in vielen Köpfen hält. Dass dem nicht so ist, belegt nun eine gemeinsame Studie von DATEV und dem handwerk magazin. Darin wird deutlich, dass die Digitalisierung in immer mehr Handwerksbetrieben Einzug hält. Das gilt nicht nur für die Großen der Branche. Auch kleinere Unternehmen möchten von den Chancen profitieren, die der Einsatz von modernen Software-Lösungen bietet.

So beantworteten rund 40 Prozent der befragten Unternehmen die Frage „Planen Sie in den kommenden 12 Monaten, in digitale Technik und Lösungen zu investieren?“ mit „eher ja“. 33 Prozent sind sogar „sicher“, dass solche Investitionen getätigt werden. Diese Zahlen belegen, dass das Thema Digitalisierung mittlerweile endgültig in der Branche angekommen ist. Besonders interessant für Handwerksbetriebe ist offenbar Software, die deren kaufmännischen Prozesse abbilden und vereinfachen kann. So planen laut Studie knapp drei Viertel der befragten Unternehmen, solche Prozesse mit Hilfe neuer Lösungen effizienter zu gestalten.

Digitalisierung als Chance zur Effizienzsteigerung

Dieser Trend verwundert nicht, schließlich bietet kaufmännische Software große Potenziale, um tagtäglich anfallende Aufgaben deutlich schneller, weniger anfällig für Fehler und somit auch kostensparender abzuwickeln. Ein gutes Beispiel dafür sind die Arbeitszettel, die Mitarbeiter im Außendienst beim Kunden ausfüllen und im Laufe der Woche ansammeln. Diese Zettel werden am Ende einer Woche im Büro des eigenen Betriebes gegeben, wo sie abgetippt und daraufhin in digitaler Form an der richtigen Stelle abgelegt werden. Es ist klar, dass bei diesem Vorgehen viel Zeit verloren geht und Fehler vorprogrammiert sind.

Mithilfe von zeitgemäßer Technologie können Arbeitszettel in digitaler Form direkt vom Kundentermin vor Ort zum eigenen Betrieb übertragen werden. Reibungsverluste, die hier bislang entstanden, werden dadurch eliminiert. Weil Arbeitsaufwand und Materialkosten unmittelbar abrufbar sind, wird außerdem das Controlling des laufenden Projektes erleichtert. Doch nicht nur das komfortablere Arbeiten spricht für den Einsatz von Softwarelösungen in Handwerksbetrieben. Unter dem Strich sind es ebenso harte finanzielle Faktoren, die die Verantwortlichen in den Unternehmen überzeugen: So zeigen Studien, dass Betriebe, die ihren Digitalisierungsgrad als „gut“ oder „sehr gut“ einschätzten, deutlich häufiger ein Umsatzwachstum verzeichneten. Gerade in kleinen Handwerksfirmen wird die Verbesserung durch digitalisierte Prozesse besonders schnell spürbar. Weil eben solche Betriebe häufig noch nicht ihr volles Potenzial ausschöpfen, können sie besonders von neuen Technologien profitieren.

Richtig digitalisieren: Zentrale Anforderungen an kaufmännische Handwerkersoftware

Die Entscheidung, welche Softwarelösung für das eigene Unternehmen angeschafft werden soll, ist von zentraler Bedeutung. Denn es gibt gravierende Unterschiede zwischen den angebotenen Systemen. So finden sich viele Hersteller, die kleine Standardlösungen mit wenigen Möglichkeiten zur individuellen Anpassung anbieten. Andererseits stellen große Anbieter extrem umfangreiche Lösungen zur Verfügung, die zwar zahlreiche Optionen bieten, deren Umfang jedoch für die meisten Handwerksbetriebe überdimensioniert ist.

Dabei ist es gerade für Unternehmer aus dem Handwerk wichtig, speziell auf ihre Bedürfnisse passende Softwareprodukte zu nutzen. Solch eine Software bildet alle nötigen betriebswirtschaftlichen Arbeitsabläufe auf einer Plattform ab. Von hier aus können Projekte von der Angebotserstellung bis hin zum Zahlungsverkehr abgewickelt werden. Besonders vorteilhaft sind modular aufgebaute Systeme, die je nach Bedarf mit dem Betrieb mitwachsen und neue Prozesse unkompliziert in die bestehende IT-Landschaft integrieren können.